8. Januar 2017

Das Spiel des Grafen (Lisbetta 1) von Tanja Penninger



Klappentext:
Als Lisbettas Herrin und beste Freundin Marjan erfährt, dass sie bald an einen Grafen von hohem Stand verheiratet wird, ist ihre Freude zunächst einmal groß. Schon lange hat sich die Adelstochter ausgemalt, welch attraktivem Mann sie einst gehören wird. Aber bereits beim ersten Treffen zeigt sich, dass ihr zukünftiger Gemahl so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Lediglich ihre Dienerin Lisbetta ist von dem mysteriösen Fremden fasziniert, der seine Abende lieber am Schachbrett als in Gesellschaft verbringt. Durch einen geheimen Ort erfährt sie mehr über die Vergangenheit des Grafen und entdeckt, dass magische Wesen nicht nur in Büchern zu finden sind. Doch das wird ihr bald zum Verhängnis. Denn ehe sie sich versieht, spielt Lisbetta die Hauptrolle in einem Meer aus Lügen, Intrigen und dunkler Gefühle…
Quelle: Dark Diamonds Verlag

Meine Meinung:
Die 19-jährige Lisbetta dient ihrer Herrin der 16-jährigen Marjan schon eine lange Zeit und die beiden sind mittlerweile so etwas wie Freundinnen geworden. Als Marjan einen Grafen heiraten soll, reist Lisbetta gemeinsam mit ihre Freundin zu ihm, damit Marjan ihn heiraten kann. Nur entspricht er so gar nicht Marjans naiver Vorstellung ihres "Prinzen", den sie heiraten wollte. Lisbetta hingegen fühlt sich immer mehr von dem düsteren und abweisenden Grafen angezogen. Was verbirgt er? Warum reitet er ständig in den Wald und kommt erst abends wieder zurück?

Der Klappentext von diesem Buch sprach mich unheimlich an und hat mich auch sehr neugierig gemacht auf dieses Buch. Es handelt sich um den 1. Teil einer Reihe, bei der die 19-jährige Lisbetta die Hauptfigur ist. Die Handlung wird aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Lisbetta wurde von ihren Eltern an Marjans Eltern verkauft und seit dem arbeitet sie im Haushalt der Familie mit. Sie ist eine enge Vertraute von Marjan geworden und die beiden verbindet so etwas wie eine Freundschaft. Die Welt, in der die Handlung spielt, ist unserer in gewisser Weise, aber es gibt auch ziemlich große Unterschiede. Ein bisschen hat mich das ganze an einen historischen Liebesroman erinnern, auch der Plot, junges Mädchen muss Grafen heiratet, passt da gut ins Bild. Dann wiederum haben in Lisbettas Welt früher einmal die Drachen geherrscht, die in der Zwischenzeit alle ausgestorben sind. Die Stimmung im Buch ist teilweise sehr geheimnisvoll, denn irgend jemand tötet die ständig die Bewohner des Dorfes.
Lisbetta ist ein starker Charakter, ich mochte sie von Anfang an, ganz im Gegensatz zu Marjan, die mir einfach zu launisch und kindisch war. Der Graf ist alles andere als nett und wird anfangs als wenig attraktiv beschrieben. Trotzdem fühlt sich Lisbetta zu seiner düsteren Art hingezogen, obwohl alle, sie eingeschlossen, Angst vor ihm haben. Es kursieren viele Gerüchte um ihn, aber Lisbetta sieht auch das Gute in ihm. Er sendet sehr widersprüchliche Signale und die Autorin lässt ihn wenig sympatisch wirken.
Am Ende bleiben eigentlich alle Fragen unbeantwortet, die Situation ist sehr verzwickt zwischen Lisbetta und ihm. Ich bin wirklich froh, dass der 2. Teil bereits Ende Januar erscheint und ich endlich erfahre, wie es mit den beiden weiter geht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl.

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