10. August 2015

Schau mir in die Augen, Audrey von Sophie Kinsella (Hörbuch)



Klapptext:
Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...
Quelle: cbj audio

Meine Meinung:
Audreys Familie ist doch recht schräg, ihr Bruder spielt den ganzen Tag Computerspiele, ihre Mutter will nur das beste für ihre Kinder und kommt täglich auf neue Ideen und ihr Vater erzählt ständig von seiner Band. Auch Audrey hat so ihre Macken, sie trägt nämlich den ganzen Tag eine Sonnenbrille und versteckt sich hinter dieser vor ihren Angststörungen. Ihre Therapeuthin hat ihr eine neue Aufgabe gegeben, sie soll über ihre Familie einen Dokumentarfilm drehen. Überraschenderweise fällt ihr das ganze recht einfach und sie findet schnell gefallen an der Doku. So kann sie z. B. den Freund ihres Bruders Frank näher unter die Lupe nehmen, ohne das dieser sie für all zu seltsam hält. Denn eigentlich ist der ja ganz süß.

Das Hörbuch wird von Maria Koschny gelesen, die ihre Sache wirklich ganz toll macht. Sie liest super vor und es macht richtig Spaß ihr zuzuhören. Die Autorin schafft es hier, ein sehr ernstes Thema so zu erzählen, dass es humorvoll ist ohne dabei pietätlos zu werden. Das hat mir besonders gut gefallen. Ich habe das Hörbuch übrigens mit meiner 10-jährigen Tochter zusammen gehört, die fand es auch ganz toll. Zwar musste ich ihr ab und an ein paar Dinge erklären, aber insgesamt hatten wir zusammen sehr viel Spaß damit.
Audreys Familie ist wirklich etwas schräg, aber nicht zu extrem, gerade so, dass man sich mit seiner eigenen Familie identifizieren kann, was den besonderen Reiz ausmacht. Das Ereignis, das zu Audreys Angststörung geführt hat, wird übrigens zu keiner Zeit genauer erklärt. Es wird nur erwähnt, dass Audrey in ihrer alten Schule durch 3 andere Schülerinnen schikaniert wurde, was damit geendet ist, dass die anderen Mädchen von der Schule geflogen sind und Audrey in einer Klinik musste. Die ganze Zeit über fragt man sich, was denn nun genau passiert ist und ich war schon etwas enttäuscht, das dieses Geheimnis letztendlich nicht gelüftet wurde. Es geht hier vor allem um den Heilungsprozess von Audrey. Natürlich gibt es ein paar romantische Verwicklungen, die mir sehr gut gefallen haben, dieser Linus ist wirklich ein toller Typ.

Von mir bekommt das Hörbuch eine klare Hörempfehlung mit der vollen Punktzahl.

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