13. August 2014

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte von Jessica Park



Klapptext: 
Julie kann es nicht fassen: Statt die ersten Tage am College zu genießen, beaufsichtigt sie plötzlich eine 13-Jährige, die keinen Schritt ohne die lebensgroße Pappfigur ihres Bruders Finn unternimmt. Zugegeben, ihres sehr gut aussehenden Bruders Finn. Der befindet sich zwar gerade auf Weltreise, schreibt aber E-Mails, die Julies Knie butterweich werden lassen. Doch wieso zögert er seine Rückkehr immer weiter hinaus? Weshalb stört sich niemand an seinem platt gedrückten Doppelgänger? Und verliebt Julie sich tatsächlich gerade in eine Pappfigur?
Quelle: Loewe Verlag

Meine Meinung:
Als Julie in Boston ankommt um dort zu studieren, muss sie sich zu ihrem Ärger erst einmal eine neue Wohnung suchen. Denn die, die ihre Mutter für sie ausgesucht hat, existiert gar nicht, allem Anschein ist ihre Mutter rein gelegt worden. Zum Glück hat Julies Mutter in der Stadt noch eine Freundin vom College, bei dessen Familie kann Julie übergangsweise bleiben. Diese Übergangslösung entpuppt sich dann bald als Dauerwohnsitz und plötzlich muss Julie auf die 13-jährige Tochter der Familie aufpassen, die ständig mit der Pappfigur ihres großen Bruders Finn herum läuft. Der ist nämlich auf Weltreise, die nie zu endet scheint. Als Julie dann mit Finn Emails austauscht, findet sie ihn richtig sympathisch. Dann ist da noch Matt, der andere Sohn der Familie, der Nerd und Eigenbrödler, mit dem Julie hitzige Gespräch führt. Julie merkt, dass in dieser Familie irgend etwas nicht stimmt und sie will unbedingt heraus finden was das ist.

Ganz ehrlich, ich habe aufgrund des Titels und der Inhaltsangabe einen etwas anderen Roman erwartet. Die Handlung ist keineswegs nur witzig und humorvoll, sondern stimmt auch sehr nachdenklich und berührt. Mir ist ziemlich schnell klar geworden, was in dieser Familie nicht stimmt und ich habe mich gefragt, wann Julie endlich auch merkt was hier eigentlich los ist. Julie will unbedingt helfen und versucht, Celeste aus ihrem Schneckenhaus heraus zu holen, was sehr glaubwürdig dargestellt wurde. Die ganze Verantwortung in der Familie wird eigentlich von Matt getragen. Zwischen ihm und Julie ensteht eine herzerfrischende Freundschaft, die von Wortwitz und Zuneigung geprägt ist. Die Autorin lässt Julie wirklich erst zum Schluß hinter das Geheimnis kommen, was für mich persönlich einen etwas negativen Beigeschmack hinterlässt. Dadurch wirkt das ganze etwas unglaubwürdig, denn ehrlich, kommt Julie nie auf die Idee, mal über die Familie zu googlen?

Trotz meiner Kritik hat mir die Geschichte aber sehr gut gefallen und mich auch sehr berührt. Insgesamt bekommt das Buch 8,5 von 10 Punkten von mir. 

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