11. Dezember 2013

Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis (Hörbuch)



Klapptext:
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?
Quelle: Oetinger Verlag

Meine Meinung:
Anna verliebt sich in Abel Tannatek, den Außerseiter in ihrer Schule, der Drogen verkauft und ständig die Schule schwänzt. Schnell merkt sie, dass hinter seinem Verhalten viel mehr steckt. Er kümmert sich rührend um seine 6-jährige Schwester, weil seine Mutter einfach verschwunden ist und hält sich mit wunderbaren Märchen bei Laune, in denen Realität und Fantasy verschwimmen. Als der Vater seiner kleinen Schwester auftaucht und die Kleine mitnehmen will, weigert er sich. Kurze Zeit später ist der Vater des kleinen Mädchens tot. Das ist aber nur der erste Mord, der um Umfeld von Abel und seiner Schwester passiert. Anna fragt sich natürlich wer dahintersteckt und ob Abel vielleicht etwas damit zu tun hat.

Das Hörbuch lässt mich ziemlich aufgewühlt zurück. Ich werde in meiner Rezension auf jeden Fall etwas spoilern, da ich einiges los werden muss. Die Handlung fing ganz vielversprechend an, der Außenseiter und das Mädchen aus gutem Hause. Untermalt wird das Hörbuch mit sehr emotionaler Musik nach jedem Abschnitt und auch währen der Handlung. Wenn ich ehrlich bin, hat die Musik mich überwiegend gestört. Außerdem werden die Märchen, die Abel seiner kleinen Schwester erzählt, geschickt in die Handlung mit einbezogen, was ich sehr interessant fand. Abel wird sehr mysteriös dargestellt und bleibt bis zum Schluss sehr undurchsichtig. Dann passiert etwas, was ich ganz schrecklich fand. Achtung Spoiler: Abel vergewaltigt Anna. Von da an hatte ich ehrlich gesagt gar keine Lust mehr, das Hörbuch weiter zu hören. Nach ein paar Kapiteln verzeiht Anna ihm einfach, das Thema wird sozusagen unter den Tisch gekehrt. Auch als am Ende Abels Vergangenheit ans Licht kommt und hiermit sein Verhalten erklärt werden soll, kann ich das einfach nicht gut heißen.
Das Ende ist dann noch einmal sehr dramatisch und es gibt auch kein Happy End. Ich war emotional ziemlich fertig und habe sogar fast geweint. Normalerweise höre ich solche Geschichten nicht. Wenn ich vorher gewusst hätte, das es so endet, hätte ich es nie gehört. Die Altersempfehlung kann ich auch nicht wirklich unterstützen. Ich würde aufgrund des Themas mindestens ab 16 Jahre empfehlen.

Insgesamt gibt es von mir nur 3 von 10 Sternen

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