4. März 2017

Ausgerechnet Muse von Carola Wolff



Klappentext:
Die 17-jährige Apollonia Parker will frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Allerdings verfügt sie über eine Gabe, die sie besonders hasst: Sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Apollonia hat aber keine Lust, sich an einen Künstler zu binden, diesen zu inspirieren und zu hätscheln. Als Nick ihr einen Song widmet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Der junge, äußerst begabte Singer-Songwriter ist von Appolania ganz hingerissen. Doch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell ist gegen diese Verbindung. Er will Apollonias Gabe für seine Zwecke nutzen — und setzt die schwarze Muse Velika auf Nick an.
Quelle: Fabulus Verlag

Meine Meinung:
Apollonia Parker ist eine Muse, aber sie will mit all den Dingen nichts zu tun haben. Ihre Mutter Miranda Parker ist ständig unterwegs und immer mit anderen Künstlern zusammen, ein Leben, das sich Apollonia nicht für sich wünscht. Sie träumt davon, mit dem Motorrad durch Schottland zu reisen und frei zu sein. Dann trifft sie auf den Musiker Nick und sofort gibt es ein Band zwischen den beiden, etwas, das sie sofort rückgängig machen will. Sie sucht einen Weg, die Verbindung rückgängig zu machen und bringt dabei diesem Vorhaben nicht zur sich in Gefahr.

Dieses Buch hat mich aufgrund des Klappentextes und des Covers sehr angesprochen, deshalb musste ich es unbedingt kaufen. Hauptfigur ist die 17-jährige Apollonia, eine Muse. Apollonia will aber auf keinen Preis so wie ihre Mutter werden. Ständig wechselnde Männerbekanntschaften, natürlich alles Künstler, so stellt sie sich ihr Leben nicht vor. Sie ist ein rebellischer Charakter, die ihren eigenen Weg gehen will.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Apollonia und Nick erzählt. Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr ungewöhnlich. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem eine Muse die Hauptrolle spielt. Kunst und Musik spielt eine sehr wichtige Rolle in der Handlung.  Als Leser erlebt man mit, wie Nick ein Lied für Appollonia schreibt, was ich sehr interessant fand. Jede Muse hat einen Art Berater, in Appollonias Fall ein in Versen sprechender Rabe. Ich muss gestehen, dass ich sprechende Tiere in Bücher nicht mag, sowas gehört für mich nicht in Jugendbücher sondern in Kinderbücher. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.
Die Handlung ist sehr spannend. Alle Charaktere, die sonst noch so mit dabei sind, sind auf ihre Art und Weise sehr ungewöhnlich, ob das nun Apollonias Mutter Miranda ist oder auch der skrupellose Viktor Tyrell. Die Liebesgeschichte ist zwar ein wichtiger Bestandteil der Handlung, nimmt aber insgesamt nicht die Hauptrolle ein. In erster Linie geht es um Apollonia, die sich ihrer Bestimmung stellen muss.
Wer gerne ein Buch abseits des Mainstream lesen möchte, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkte.

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