19. Oktober 2016

Verlorene Seelen: Die Legende der Genii von Julia Sypke



Klappentext:
»Oh, der verlorene Sohn, mal wieder. Wie siehst du denn aus? Hast du Steine gekotzt?« »Mir ist was ganz Seltsames passiert.« Mit knappen Worten erzählte ich, was ich eben erlebt hatte. Der Narr legte den Kopf schief und wirkte ungewohnt nachdenklich. »Das habe ich schon mal gehört«, meinte er schließlich. »Angeblich bedeutet es, dass man gerade seinem Schicksal begegnet ist. Es heißt aber auch, dass so etwas nur passiert, wenn man dem Tod schon ins Auge blickt.« Eine Serie mysteriöser Ritualmorde hält die ganze Stadt in Atem. Auch die Gargoyles an St. Laurentius spekulieren, wer der Täter sein könnte. Nur Max, ein steinerner Greif, kann sich nicht für die wilden Vermutungen begeistern, denn er weiß, dass er selbst bald sterben soll. Bis er herausfindet, dass sein Schicksal untrennbar mit dem des Mörders verbunden ist – eines Mannes, der sich für die Wiedergeburt eines englischen Hexenjägers hält und seine Mission in dieser Zeit mit allen Mitteln fortsetzen will ...
Quelle: Autorin

Meine Meinung:
Gargoyles gibt es wirklich und sie leben mitten unter uns, unerkannt und im Verborgenen. Max ist ist einer von ihnen. Seit vielen Jahrhunderten lebt er nun schon und sieht die Kirche St. Laurentius als seine Heimat an. Dann gibt es eine Serie von Ritualmorden und gemeinsam mit den anderen Gargoyles spekuliert Max, wer der Täter sein kann. Max Leben scheint mit dem des Mörders verbunden zu sein und sein Tod steht bald bevor. Kann er seinem Schicksal entgegen wirken?

Das Buch ist wirklich sehr ungewöhnlich und hat mich sehr überrascht. Die Handlung wird aus der Sicht des Gargoyles Max erzählt in der Ich-Perspektive, was ich schon mal sehr interessant fand.
Anfangs hat er noch gar keinen Namen, den bekommt er erst viel später im Lauf der Handlung. Die Geschichte fängt bereits 1351 an und erstreckt sich bis in unsere Gegenwart. Wir begleiten den Gargoyle eine ganze Zeit lang und erleben was ihm in den Jahrhundert alles widerfährt. Er lernt andere Gargoyles kennen und beobachtet viele historische Dinge, die sehr gut recherchiert waren. Dieser Abschnitt wird sehr ruhig erzählt, was mir persönlich nicht ganz so gut gefallen hat. Natürlich war es interessant zu lesen, was er so alles gesehen hat, aber er ist halt nur ein Beobachter die ganze Zeit über. Aktiv wird er dann erst in der Gegenwart als diese Mordserie passiert. Hier scheint schein Schicksal mit dem des Mörders verbunden zu sein. Ab da wurde es dann richtig spannend.
Auch wenn ich etwas Kritik ausgeübt habe,  wurde ich mit dieser ungewöhnlichen Story aber sehr gut unterhalten und vergebe 4 von 5 Punkte.

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