6. Dezember 2015

Autorenvorstellung: Rüdiger Woog

Hallo Zusammen, ich wünsche euch einen schönen 2. Advent. Heute gibt es bei mir am Autorensonntag endlich mal wieder ein Interview mit einem Autoren: 


Rüdiger Woog – eine Kurzvita
Ich wurde als dritter Sohn einer bayerischen Familie im schleswig-holsteinischen Eckernförde geboren. Als ich sieben Jahre alt war, zogen wir nach Lobsing, ein kleines Dorf am Rande des Altmühltals. Schon als Vorschulkind fasste ich, geprägt durch meine Eltern und viele Naturerfahrungen, den Entschluss zu schreiben. Nachdem ich die Grundschule in Altmannstein und Pförring besucht hatte, ging ich nach Ingolstadt, um am Apian-Gymnasium mein Abitur zu absolvieren. Es folgte ein Studium der Germanistik und der Romanistik mit zeitgleicher Arbeit als Sprachenlehrer. Heute lebe ich mit meiner Familie in der Nähe von Ingolstadt.

Noch während des Studiums arbeitete ich an ersten Manuskripten. Ich schrieb einige Lehrwerke und viele Werbetexte, veröffentlichte Kurzgeschichten, zahlreiche Weihnachtsgeschichten, Gedichte, einen historischen Roman („Die verwandelte Zeit“ 2006), zwei Kriminalromane ( „Der Einschläfer“ 2008, „Der letzte Gig“ 2010), einen Entwicklungsroman („Das hellgrüne Rentier“ 1012) und 2015 meinen Zeitroman „Anna und der Winter“.
Ich selbst bezeichne meine Geschichten und meine Sprache als neoromantisch. Die Phänomene Individualität und Zeit spielen stets eine wichtige Rolle. Derzeit arbeite ich an einem weiteren Roman. Von Regiokrimis nehme ich seit einiger Zeit Abstand, um mich von der Flut der auf den Markt geworfenen Baukastenkrimis zu distanzieren.
Großmehring im Dezember 2015
Rüdiger Woog


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Klapptext:
Wenn der letzte Schnee oben am Steinbruchberg unter der kräftigen Märzsonne verdampft und die ersten Sprießlinge auf den noch harten Ackerschollen in derart lebendigem Grün schießen, dass man sie nach einem halben Jahr Kälte, Nässe und Dunkelheit für künstliche Requisiten halten möchte, wenn die von den Aussiedlerhöfen herabkommenden Spaziergänger Schal und Mütze zu Hause gelassen haben und sich das Abendlicht kaleidoskopisch über die leeren Hopfengärten, die roten Dächer der neuen Siedlung und den zerdrückten, ausgebleichten Rasen in unserem Garten legt, dann weiß ich, dass ich es wieder einmal überstanden habe … Eine starke, lebenshungrige Frau, eine Literaturdozentin in den besten Jahren und eine Heilige – drei Menschen, drei Schicksale, ein Jahrhundert und tausend Geschichten. In Rüdiger Woogs neuem Roman zeichnet der Autor die aufregenden, witzigen, traurigen und magischen Lebenslinien dreier Menschen nach und erzählt zugleich – fast nebenbei – die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.
Quelle: Spielberg Verlag

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Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich wollte schon als Kindergartenkind schreiben. Es war für mich nur eine Frage der Zeit, wann es wo weit werden sollte. Schon als Grundschulkind nahmen mich meine Mitschüler vor Unterrichtsbeginn zum Geschichtenerzählen in Beschlag.

Hast du Vorbilder?
Natürlich versuche ich, meinen eigenen Stil zu schreiben – ein wohlwollender Leser beschrieb ihn einmal wie die Pinselstriche eines Malers, was mich sehr freute und bestärkte. Ich verehre die großen Klassiker von Shakespeare über Goethe bis zu Mann und Hesse, liebe Gaarder, Kundera, aber auch Grsisham, Follett, King u.v.a. Sehr am Herzen liegt mir die romantisch-klassische Literatur.

Wo schreibst du? Hast du einen Lieblingsplatz?
Zum Schreiben schaffe ich mir immer ein happy place, im Büro, im Garten, auf dem Sofa – stets mit Musik aus dem MP3-Player. Zudem arbeiten die Geschichten in mir auch weiter, wenn ich nicht am PC sitze. Es ist ein fortwährender Prozess.

Hast du Beta- bzw. Testleser?
Ich habe eine Lektorin, Beate Brosig. Außerdem gebe ich immer wieder Teile des Manuskripts an Familienangehörige und Freunde, um mir möglichst viele verschiedene Meinungen einzuholen.

Fällt es dir schwer, dich von deinen Charakteren zu trennen? 
Was meine Charakter anbelangt, bin ich geradezu schizophren. Sie existieren für mich wirklich. Wenn einer von ihnen zur Tür hereinkäme, würde es mich nicht wundern. Ich sehe sie genauso klar vor mir, wie alle anderen Menschen um mich herum. Tatsächlich befällt mich auch Trauer, wenn ich eine Figur verliere.

Was sind deine nächsten Pläne?
Meine derzeitigen Pläne sind ein neues Romanprojekt und eventuell ein Erzählband mit thematisch miteinander verwobenen Kurzgeschichten.

An diese Stelle bedanke ich mich mich für das Interview und wünsche dir noch viel Erfolg mit deinen Büchern. 

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