21. Juli 2015

Geisterkind von Christine Millmann



Klapptext:
Während eines Schneesturms erblickt Inja das Licht der Welt. Ihre Haut und Haare sind weiß, die Lippen blass und die Augen haben die Farbe von Quellwasser. Die Menschen nennen sie Geisterkind und begegnen ihr mit Misstrauen und Ablehnung. Trost findet sie nur im Wasser, bei den Geschöpfen der Tiefe, zu denen sie von Kindesbeinen an eine seltsame Verbindung verspürt und bei Ban, ihrem einzigen Freund, der als vaterloser Bastard ebenso geächtet wird wie sie. Als Söldner das Dorf heimsuchen und Injas halbe Familie töten, geben die Menschen ihr die Schuld an dem Geschehen und verkaufen sie an einen Konvent, der viele Tagesreisen entfernt auf einer einsamen Halbinsel liegt. Ban schwört, dass er Inja eines Tages befreien wird. An diesem Versprechen hält er fest. Doch die Götter zeigen sich launisch. Bevor er Inja freikaufen kann, wird der Konvent von einer Kriegerhorde überfallen, die sie und andere Mädchen entführen und in ein fernes Land verschleppen. Inja ist verzweifelt, vor allem als sie erfährt, dass sie mit einem der Krieger vermählt werden soll.
Quelle: Autorenseite

Meine Meinung:
Inja kommt während eines Schneesturms zu Welt und unterscheidet sich sehr von den anderen Familienmitgliedern und Dorfbewohnern. Ihre Haut und ihre Haare sind was weiß und ihre Augen haben die Farbe von Quellwasser. Sie wird als Geisterkind bezeichnet und soll angeblich großes Unglück bringen. Als ihre Familie dann auch noch von Söldner getötet wird, gibt man ihr die Schuld und sie wird an einen Konvent verkauft. Hier muss sie hart arbeiten und hat wenig Freude im Leben. Aber ihre Reise ist noch nicht vorbei, denn eine Gruppe Krieger entführt sie und die anderen Frauen aus dem Konvent. Sie wird verschleppt und soll auch noch einen der Krieger heiraten. Dort angekommen bezeichnet man sie wegen ihres Aussehens als etwas Besonders und prophezeit ihr Großes. Inja muss sich entscheiden, ob sie ihr Schicksal annehmen will.

Vorweg muss ich ja mal was zu dem wirklich tollen Cover sagen. Die junge Frau auf dem Bild passt sehr gut zur Beschreibung von Inja und ist ein richtiger Eye-Catcher, wirklich toll ausgewählt. Die Autorin präsentiert uns hier eine Fantasy-Geschichte, die eher ruhig ist. Erzählt wird hier die Geschichte von Inja, die aufgrund ihres ungewöhnlichen Aussehens mit Vorurteilen der anderen Dorfbewohner zu kämpfen hat. Ihr Lebensweg ist geprägt von Gefahr. Immer wieder gerät sie in gefährliche Situationen und muss einiges durchmachen. Die Geschichte fängt recht interessant an, hat zwischendurch aber einige Länge, vor allem wenn Inja im Konvent ist. Diesen Abschnitt fand ich persönlich nicht ganz so interessant. Außerdem ist es oft recht brutal, es wird gemordet und vergewaltigt, was ich teilweise doch etwas erschreckend fand.
Romantisch und interessant wird es eigentlich erst, wenn Inja in dem Dorf ankommt, in dem sie den Krieger Turay-Ra heiraten soll. Die Annäherung geht eher langsam von statten. Inja ist zuerst sehr negativ dem neuen Dorf über eingestellt, denn immerhin ist sie nicht freiwillig hier. Inja macht im Laufe der Handlung eine wirklich erstaunliche Wandlung durch. Am Ende findet sie ihren Weg.

Insgesamt eine schöne Gesichte, die von mir 8 von 10 Punkt erhält.

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