27. April 2015

Schnee wie Asche von Sara Raasch



Klapptext: 
Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …
Quelle: cbt

Meine Meinung:
Seit 16 Jahren kämpfen die letzten 7 Winterianer um die Freiheit ihres Volkes und darum, ihre Magie zurück zu erobern. Eine von ihnen ist die 16-jährige Waise Meira. Ausgebildet zur Kriegerin hat sie nur ein Ziel vor Augen, eine Hälfte des von Angra dem König aus Frühling gestohlenen Medaillons zu finden. Denn dieses Medaillon soll die Magie von Winter widerherrstellen, wenn man beide Teile zusammen fügt. Unter den 7 Winterianern befindet sich auch der zukünftige König von Winter, Mather, in den Meira verliebt ist, der aber unerreichbar für sie ist, denn sie ist nur eine einfache Waise.

Die Grundidee zu diesem Buch hat mir unheimlich gut gefallen. Die Einteilung Primorias in die Länder Frühling, Sommer, Herbst und Winter fand ich sehr einfallsreich. In jedem der Länder gibt es nur eine Jahreszeit und auch die Bevölkerung ähnelt in ihrem Aussehen ihrem Land. So haben die Bewohner von Winter alle fast weiße Jahre, sehr helle Haut und blaue Augen, sie haben sich sozusagen der Jahreszeit in ihrer Welt angepasst. Neben den Jahreszeiten gibt es noch die Rhythmusländer, die ebenfalls ein wichtiger Teil von Primorias sind. Die Autorin hat sich hier einiges einfallen lassen, und ich fand es wirklich sehr spannend, mehr Einzelheiten zu erfahren. Magie spielt natürlich auch eine wichtige Rolle, wobei wir auch hier erst im Laufe der Handlung erfahren wie diese funktioniert.
Erzählt wird die Handlung aus der Sicht der 16-jährigen Meira in der Ich-Perspektive. Das finde ich persönlich für einen High-Fantasy-Roman etwas schwierig, so ist die Handlung doch sehr einseitig. Ich mag es bei solchen Büchern lieber, wenn die Perspektiven wechseln. Getragen wird die Handlung einzig und alleine durch Meira. Sie ist ein starker Charakter und weiß genau was sie will, nämlich für Winter kämpfen. Immer wieder stellt sie ihre eigenen Wünsche hinter an, um ganz für die Wiederherstellung von Winter da zu sein. Auch was ihre Gefühle für Mather angehen, dem künftigen König, versucht sie immer wieder, diese zu verbergen, aber auch Mather scheint etwas für sie zu empfinden. Leider geht die Autorin dann irgendwann eine Richtung, die ich gar nicht mag. Es gibt dann irgendwann einen zweiten jungen Mann, der sich für Meira interessiert und das ganze entwickelt sich zur Dreiecksgeschichte, zum meinem Bedauern.

Am Ende wird es dann richtig spannend und es kommt zum ultimativen Endkampf, wobei die Autorin uns hier doch sehr überrascht. Die Geschichte endet zum Glück nicht mit einem Cliffhanger, es sind aber noch viele Fragen offen und es bleibt sehr viel Spielraum für einen zweiten Teil.
Insgesamt hat mir dieser 1. Teil sehr gut gefallen, einzig das Liebesdreieck stört mich etwas. Deshalb gibt es von mir 8 von 10 Punkte.

1 Kommentar:

  1. Bäh, Liebesdreieck gehört echt zu meiner Hass-Nr. 1 in Jugendromanen mittlerweile. Es gibt nur wenige Geschichten, wo ich keine Probleme mit Liebesdreiecken habe (z.B. Plötzlich Fee von Julie Kagawa) und das auch nur, weil von vorneherein klar ist, dass der zweite Typ/die zweite Frau sowieso nichts zu melden hat am Ende. Puh. Aber spannend klingt super! Das Buch steht auch schon ganz oben auf meiner Wunschliste. Danke für die schöne Rezi! :)

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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