1. Februar 2014

Eine Liebe zwischen den Zeiten von Sabine Neuffer



Klapptext: 
Ihr Blick schweifte erneut über sein Gesicht, bis er, magisch angezogen, wieder in seine Augen tauchte. Warum war ihr dieser Mann so vertraut? Er war ein Fremder und schien so nah. Eine Erbschaft führt die Journalistin Lea nach Jahren in London in ihre deutsche Heimat zurück. Als sie das Haus, das ihr hinterlassen wurde, genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt sie einen kleinen Verschlag unter der Treppe. Neugierig betritt sie ihn – und hört plötzlich ein gewaltiges Poltern und Klirren. Beunruhigt verlässt sie die Kammer und findet sich mit einem Mal in einem Treppenhaus wieder, das sich vollkommen verändert hat. Nach und nach begreift Lea, dass sie ins Jahr 1938 gereist ist. Eigentlich will sie so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückkehren, doch dann lernt sie den geheimnisvollen Arzt Daniel kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Aber wie eine dunkle Wolke schwebt die Gefahr über ihnen, denn Daniel ist Jude … Eine schicksalhafte Begegnung, zwei Leben und eine Liebe, die wie ein Stern in finsterer Nacht leuchtet!
Quelle: Dotbooks

Meine Meinung:
Die Journalistin Lea erbt überrascht das Haus ihrer Großmutter in Deutschland. Sie hat nie ein besonders gutes Verhältnis zu ihr gehabt, deshalb ist sie anfangs gar nicht so begeistert, nach Braunschweig fliegen zu müssen. Hat sie doch eigentlich mit ihrem Freund Brian eine Urlaubsreise nach Irland geplant. Dieser muss kurzerhand abgesagt werden und Lea macht sich alleine auf die Reise nach Braunschweig. Dort angekommen findet sie das Haus gar nicht mehr schrecklich wie vermutet. Teilweise ist es vermietet, und dann ist da noch die Wohnung ihrer Großmutter. Sie bringt alles auf Vordermann und spielt mit dem Gedanken es doch zu behalten. Bei ihrer Aufräumaktion passiert etwas Merkwürdiges, durch eine Tür gelangt sie in das Jahr 1938. Zuerst ist sie völlig verwirrt und kann es gar nicht glauben. Aber dann merkt sie, dass alles real ist. Sie freundet sich mit der jüdischen Familie Grüneberg an, die dort in dem Haus lebt. Besonders zu Daniel Grüneberg fühlt sie sich magisch hingezogen. Sie setzt alles daran, dass Daniel und seine Familie das Land verlässt, weiß sie doch um das Schicksal der Juden.

Direkt von Anfang an konnte mich das Buch fesseln. Die Autorin entführt uns in die Vorkriegszeit des 2. Weltkrieges und verknüpft diese Ereignisse mit einer sehr schöne Liebesgeschichte. Die Handlung ist eher ruhig und wird vor allem durch viel ruhige Dialoge und Szenen getragen. Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet. Da Lea weiß was mit den Juden passiert, liegt ihr Hauptaugenmerk darauf, dass Daniel, seine Tochter und seine Enkeltocher Deutschland so schnell wie möglich verlassen. Lea wechselt zwischen den Zeiten hin und her. Sie fängt an, in ihrer eigenen Zeit Nachforschungen über ihre Großeltern anzustellen und macht erschreckende Entdeckungen. Ihr zur Seite steht ein alter Freund ihres Vaters, mit dem sie über all diese Dinge reden kann. Obwohl das Ende kein klassisches Happy End hat, passt es sehr gut zu einem Zeitreiseroman und hat mich zufrieden zurück gelassen.

Insgesamt eine klare Leseempfehlung von mir mit 10 von 10 Punkten. 

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