18. September 2013

Golem und Dschinn von Helene Wecker (Hörbuch)



Klapptext: 
New York, 1899: Zwei magische Kreaturen gelangen in das Zentrum der Neuen Welt. Chava ist ein Golem, ein Geschöpf aus Ton – Ahmad ein Wesen aus Feuer, ein Dschinn, der nach tausendjähriger Gefangenschaft endlich aus seiner Flasche darf. Beide irren verloren durch die Straßen der Stadt auf der Suche nach Freundschaft und ihrer eigenen Identität. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht bald eine tiefe Zuneigung. Doch ihr Glück ist bedroht, als ein mächtiger Feind auftaucht, der es auf die übernatürlichen Kräfte der beiden abgesehen hat.
Quelle: Der Audioverlag

Meine Meinung:
In New York im Jahre 1899 treffen die beiden magischen Wesen Chava und Ahmad aufeinander. Chava ist ein Golem ohne Meister und Ahmad ist ein 1000 Jahre alter Dschinn, der in einem festen Körper gebannt wurde. Beide versuchen sich in der Welt der Menschen zurecht zu finden und freunden sich an, nachdem ihre Wege sich zufällig kreuzen. Als Chavas Erschaffer in New York auftaucht, geraten beiden in große Gefahr, denn ihre Leben sind mehr miteinander verbunden als zuerst angenommen.

Wow, was für eine tolle Geschichte, ich bin wirklich begeistert. Den Sprecher Boris Aljinovic kannte ich bisher noch nicht, er hat hier seine Sache unheimlich gut gemacht und der Geschichte Leben eingehaucht.
Anfangs war ich mir gar nicht sicher, ob mir das Hörbuch gefallen wird, aber ich wurde direkt in den Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Die Handlung ist insgesamt eher ruhiger, zuerst einmal lernen wir die beiden Hauptcharaktere kennen und ihre Versuche, sich in der ungewohnten Umgebung zurecht zu finden. Das Treffen der beiden findet relativ spät in der Handlung statt. Wer hier eine klassisches Liebesgeschichte erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Es gibt zwar Ansätze in diese Richtung, auf die aber nur am Rande eingegangen wird.
Neben den beiden Hauptfiguren gibt es sehr viele interessante Nebenfiguren, die die beiden in diesem Lebensabschnitt begleiten und unterschützen. Jeder dieser Charaktere hat seine eigene Geschichte und alle Geschichten laufen in Fäden zusammen zu einer großer Geschichte, die ein wirklich gelungenes Gesamtwerk bilden.
Das letzte Drittel ist sehr dramatisch und die Situation spitzt sich sehr zu. Es gibt kein klassisches Happy End und das Ende ist relativ offen. Normalerweise hasse ich es, wenn das Ende offen ist, hier passt es aber irgendwie zum gesamten Werk

Von mir gibt es eine klare Hörempfehlung und 10 von 10 Punkten. 

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