21. März 2013

Der geheime Name von Daniela Winterfeld



Klapptext: 
Rumpelstilzchen wollte das Kind der Königin. Er bekam es nicht. Jahrhunderte später schließt ein anderes Wesen seiner Art einen neuen Pakt – und wird ebenfalls betrogen. Seitdem sucht es unablässig nach dem Kind … Seit sie denken kann, ist Fina mit ihrer Mutter auf der Flucht. Doch jetzt, mit 19, will sie endlich ein richtiges Zuhause finden und zieht zu ihrer Großmutter, die am Rand eines düsteren Moores lebt. Das Moor fasziniert Fina vom ersten Moment an – genau wie der geheimnisvolle Junge, der dort lebt. Weder Fina noch der Junge ahnen, dass sie beide nur Figuren in einem Spiel sind, das dem betrogenen Wesen endlich seinen Lohn bringen soll …
Quelle: Knauer TB

Meine Meinung:
Seit Fina denken kann, sind sie und ihre Mutter auf der Flucht. Angeblich vor ihrem gewalttätigen Vater. Jetzt ist Fina 19 und fängt an sich zu fragen, was wirklich hinter all dem steckt. Als sie entdeckt, dass ihre Mutter doch noch Kontakt zu ihrem Vater hat, ist sie geschockt und haut einfach ab zu ihrer Großmutter in die Lüneburger Heide. Sie will nicht mehr fliehen, sie will irgendwo bleiben und sich zuhause fühlen. Ihre Großmutter lebt in der Nähe eines Moors. Bei einem Ausflug dort hin, sieht Fina einen unbekannten Jungen. Trotz der seltsamen Umständen freundet sich Fina mit ihm an, nichts ahnend, dass er etwas mit der Person zutun hat, die Fina und ihre Mutter seit Jahren verfolgt.

Hinter dem Pseudonym Daniela Winterfeld verbirgt sich die Autorin Daniela Ohms, die letztes Jahr mit Harpyenblut ihr Debüt geschrieben hat. Die Inhaltsangabe klang wirklich interessant und ich war gespannt wie die Autorin dieses Thema umsetzen wird. Märchenadaptionen interessieren mich immer sehr. Obwohl die Hauptfiguren Jugendliche sind, würde ich das Buch eher in den Bereich Erwachsenen-Literatur einsortieren. Die Stimmung ist teilweise sehr düster und gruselig, und es gibt auch detailliert beschriebene erotische Szenen, die aber eher rar sind.
Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten in die Handlung zu kommen. Der Prolog ist in der Tat sehr märchenhaft und ich hatte so meine Schwierigkeiten damit. So richtig interessant wird es eigentlich, wenn Fina auf Mora trifft. Mora ist von dem Geheimen aufgezogen worden. Dieser hat ihn gequält und ihn wie einen Diener behandelt. Dementsprechend unterwürfig ist Moras Verhalten Fina gegenüber. Fina fragt sich natürlich wer er ist und vor allem warum er sich so seltsam verhält. Für mich wird die Story vor allem durch Mora getragen. Was er durchmachen musste, hat ihm zu einem sehr verletzlichen, aber auch wilden Menschen werden lassen. Die Liebesgeschichte nimmt einen sehr wichtigen Stellenwert ein und ist unheimlich schön.
Obwohl der Geheime, der kein anderer als eine neue Version von Rumpelstilzchen ist, eigentlich der Böse ist, schafft es die Autorin doch tatsächlich, dass er mit am Ende irgendwie leid tut.

Am Ende gibt es einen kurzen Blick in die Zukunft, was mir sehr gut gefallen hat. Trotz des etwas schwierigen anfangs für mich gibt es 10 von 10 Punkten. 

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