9. Februar 2012

Dark Love von Lia Habel


Inhalt: 
Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Meine Meinung:
Die 17jährige Nora kommt gerade aus dem Internat zurück als sie plötzlich entführt wird und zwar von Zombies. Denn Noras Vater, der vor einem Jahr gestorben ist, hat an einem Serum gegen diese Krankheit gearbeitet und Nora ist jetzt irgendwie in diese Geschichte verwickelt. Anscheinend gibt es "gute" und "schlechte" Zombies und Nora scheint bei den guten gelandet zu sein, woran Nora erst einmal nicht glauben kann. Plötzlich weis sie gar nicht mehr was sie denken soll und gerät zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Menschen und Zombies.

Ein wirklich ungewöhnliches und bemerkenswertes Buch. Die Autorin hat hier eine einfach gelungene Mischung aus Steampunk, Zombies und Liebesroman geschaffen. Das Setting ist sehr ungewöhnlich, die Handlung spielt in der Zukunft. Durch Kriege und Aufstände hat sich die Gesellschaft in das Viktorianische Zeitalter zurückentwickelt, was auch als Neu-Viktorianisch bezeichnet wird. Man verfügt über die modernste Technik, die Umgangsformen sind aber sehr altertümlich.
Die Perspektive wechselt zwischen verschiedenen Personen hin und her und wird dann jeweils in der Ich-Form erzählt. Neben Bram und Nora kommen auch Noras besten Freundin Pam und noch ein paar andere Figuren zum Zuge.
Eigentlich habe ich mit dem Thema Zombies so mein Problem. Die Autorin konnte mich aber trotz des Themas überzeugen. Manche Beschreibungen von der Personen, die mit dieser "Krankheit" befallen sind, waren wirklich ganz schön heftig, das Kopfkino, das dabei entstanden ist, war nicht unbedingt schön ;)
Die Liebesgeschichte ist wirklich sehr schön und sehr romantisch, Nora und Bram sind zwei Charaktere, die man einfach nur ins Herz schließen kann. Bram ist so gar nicht der Schwiegersohn, den man sich für seine Tochter wünscht, und auch Nora fühlt sich zuerst von seinem Äußeren einfach nur abgestoßen.

Auf der Internetseite der Autorin habe ich gelesen, dass sie zurzeit an einer Fortsetzung arbeitet, die dann von Noras Freundin Pam handeln wird. Ich bin sehr gespannt.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

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