27. November 2011

König der Vampire von Sophie R. Nikolay



Inhalt:
Vampire und Werwölfe einmal ganz anders.
Elisabeth, gerade zwanzig Jahre alt, wacht nachts unter Schmerzen auf. Sie trifft auf Vincent, der ihr eröffnet, gar nicht diejenige zu sein, für die sie sich immer gehalten hat. Eli ist eine Vampirin, die in der Welt der Menschen verloren ging. Zudem soll sie diejenige sein, die den Frieden zwischen Vampiren und Werwölfen bringt. Beide Arten existieren unerkannt neben den Menschen und stehen sich seit Jahrhunderten verfeindet gegenüber.
Der Friedensvertrag wird geschlossen, und eine Liebe zwischen den Arten entwickelt sich – bis hin zur Geburt einer neuen Art. Liebe und Leidenschaft hält Einzug im Hause des Vampirkönigs. Inmitten der ganzen Aufregung legt einer der Beteiligten ein Outing hin – ein Vampir, der schwul ist!
Und mittendrin taucht auch noch der Elfenprinz auf, der den Vampiren und Werwölfen den Krieg erklärt …

Meine Meinung:
Seit Tagen schon hat die 20jährige Elisabeth nachts unerträgliche Schmerzen und kann sich nicht erklären wo diese herkommen. Sie beschließt damit zum Arzt zu gehen, kommt dort aber gar nicht an. Auf dem Weg dorthin kann sie plötzlich nichts mehr sehen. Der geheimnisvolle Vincent eilt ihr zur Hilfe und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Dort offenbart er ihr, dass sie eine Vampirin ist, so wie er. Und Vincent ist nicht irgend ein Vampir, er ist der König der Vampire. Elisabeth stammt aus einer Fürstenfamilie und ist während des Krieges zwischen den Vampiren und den Werwölfen verloren gegangen. Im Haus von Vincent leben noch vier weitere Krieger, die den König beschützen und den Waffenstillstand zwischen den Werwölfen und Vampiren kontrollieren. Elisabeth nimmt einen wichtigen Part in den Friedensverhandlungen mit den Werwölfen ein.

Im großen und ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach gehalten, die Sprache zwischen den Protagonisten beschränkt sich zum größten Teil auf Umgangsprache. Die Stimmung ist sehr familiär, es gibt zwar etwas Aktion, aber das Hauptaugenmerkt liegt bei den Charakteren und deren Liebesleben. Es gibt nicht nur eine Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und Vincent, fast alle anderen Charaktere finden ebenfalls einen Partner, wobei die Autorin hier doch recht bunt mischt, Mann/Mann, Mann/Werwölfin usw., was durchaus interessant ist. Manchmal ging mir das doch etwas schnell zwischen den Charaktere, was für mich manchmal etwas zu naiv wirkte.

Für meinen Geschmack hätte ruhig etwas mehr Blut fließen und etwas mehr gekämpft werden können. Eine Sache hat mir am Anfang erheblich gestört. Elisabeth hat noch bei ihren Stiefeltern gelebt, bevor sie zu Vincent gezogen ist. Nachdem sie dort angekommen ist, verliert sie keinen einzigen Gedanken an ihre Eltern, was ich einfach nicht nachvollziehen kann. Vincent sagt ihr direkt, dass sie keinen Kontakt mehr haben darf, was sie einfach so hinnimmt. Erst nach dem 1. Drittel des Buches schreibt sie ihrer Mutter einen Brief und wird sich dann erst des Abschiedes bewusst. Man könnte das natürlich so erklären, dass sie anfangs zu sehr abgelenkt war und ihr erst später bewusst wurde was sie verloren hat. Mich hat mich leider total gestört.

Es soll wohl noch zwei weitere Bücher in der Reihe geben. Ich werde die Serie auf jeden Fall im Auge behalten. Insgesamt vergebe ich 8 von 10 Punkten.

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